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Repertorisierung Optionen
Shana
#1 Geschrieben : Wednesday, February 13, 2008 6:51:36 PM
Rang: Newbie

Gruppe: Registered

Mitglied seit: 2/13/2008
Beiträge: 2
ohne zu therapieren versuche bzw. übe ich nun seit vielen Monaten ordentlich zu repertorisieren. Bei mir und auch Freunden eine gute Fallaufnahme zu machen. Meine Erfahrung, vielleicht bin ich aber auch zu gründlich,2 Drittel aller Miasmen treffen bei uns fast allen zu. Mein erstes Problem, wofür soll ich mich entscheiden.2. Problem; ich gehe wirklich alle Gemütszustände, Allgemeines, Uhrzeit usw. nach den Regeln durch... und siehe, ich finde vielleicht zu etlichen Gemütszuständen Hinweise,die meist z.T. zutreffen und dann wieder ganz konträr zur Person stehen lt. materia medica, gelange auch zu einigen Mitteln nachdem ich durch das Programm gegangen bin, oftmals tagelang, und siehe da, stimmt das Allgemeine teiweise auch,dann stimmen weder Uhrzeit noch Modalitäten noch die Symptomatik des M. oder alle M. sind so prägnant für die eine Person, daß es unmöglich ist, zu entscheiden. OK ich kann mich einmal irren aber bei allen? Am Ende stehe ich immer mit einer Liste von Mitteln,lese immer wieder in der Materia medica nach und finde bei viel zu vielen Mitteln zu viel Übereinstimmung für eine Person.Wo soll ich Abstriche machen? Ich benutze Kent, Böricke und Bönninghaus und andere aber es kommt immer gleich raus. Was soll ich tun? Durchprobieren soll man ja nicht. Hoffe, das war nicht zu verwirrend. Woher habt ihr die Gewissheit, das größte Similium gefunden zu haben?
conner11
#2 Geschrieben : Friday, February 22, 2008 8:41:14 AM
Rang: Newbie

Gruppe: Registered

Mitglied seit: 2/22/2008
Beiträge: 1
Hallo! Wenn Du Kent und Bönninghausen kennst, sollte es eingentlich keine Schwierigkeit sein, die Symptome vor der Repertorisation ordentlich zu Hierarchisieren. Bevor die Gemütssymptome zur Bestätigung und Differenzierung der Mittel herangezogen werden können, sollten meiner Meinung nach bei chron. Fällen, die Allgemeinsymptome ermittelt werden. Lokalsymptome, die vollständig sind, sind in die Hierarchisierung, wie ich finde, miteinzubeziehen. Ein gutes Lehrbuch dazu, finde ich, ist - neben dem Organon - das von Genneper. Gruß Caro.
Myra
#3 Geschrieben : Friday, March 05, 2010 10:13:40 PM
Rang: Advanced Member

Gruppe: Registered

Mitglied seit: 3/3/2010
Beiträge: 34
Wohnort: NRW
Hallo, Ihr Lieben! Es würde mich wirklich interessieren, ob Ihr Euch in einer echten homöopathischen Ausbildung befindet/befunden habt oder Euch in Eigenregie informiert?

Nur anhand von Büchern - und seien sie noch so gut - kann keiner Homöopathie lernen! Man braucht dazu immer den Kontakt mit anderen, insbesondere mit gut ausgebildeten, erfahrenen "Lehrern", am besten im Rahmen einer guten Ausbildung, auch mit Arbeitskreisen und Supervisionen.

Der Genneper ist wirklich ein gutes Lehrbuch - aber die Hierarchisierung ist dort ganz anders erklärt! Das solltest Du noch mal nacharbeiten.

Gruß - Myra
fabs
#4 Geschrieben : Tuesday, April 27, 2010 6:44:17 PM
Rang: Member

Gruppe: Registered

Mitglied seit: 4/24/2010
Beiträge: 14
Wohnort: Tirol
Ich denke, das Repertorisieren fällt meistens dann schwer, wenn die Anamnese nicht gut war. Beim Repertorisieren
komme ich immer wieder drauf, dass ich manchmal zuwenig genau nachgefragt habe: z.B. ein wichtiges Symptom ist die
Beziehung zur Musik (=sensitiv to music). Ich habe den englischen Künzli-Kent, der durch seine Schwarzpunkt-Symptome
und Schwarzpunktmittel sehr hilfreich ist.
Nun gibt's aber interessante Unterrubriken, wie: sadness, weeping, piano oder violin music usw. In der Praxis habe
ich durch das stark ausgeprägte Symptom: "weeping with music" mit nat-c, das natürlich auch sonst gut gepasst hat,
Erfolg gehabt. Also die große Kunst ist zunächst einmal die Anamnese korrekt durch zuführen.
Beim Hirarchisieren sagte Hahnemann ganz klar: "es sind die auffälligene, seltsamn Symptome und Phänomene, die an
erster Stelle stehen. Die "verführerischen Lokalsymptome", die der Patient hauptsächlich anspricht, sind nur dann wichtig,
wenn sie seltsam und auffällig sind. So ist z.B. die Tatsache, dass der Patient öfters einen warmen und einen kalten
Fuß hat, auffällig und weist auf lyc hin.
Es heißt zwar, dass die Gesamtheit der Symptomatik berücksichtigt werden muß, aber in der Praxis genügen meist - wenn
erfahrbar - wenige Schlüsselsymptome. Aber die zu finden ist manchmal leicht und manchmal braucht's auch Glück. All
zu viele Symptome zu berücksichtigen bringt selten den gewünschten Erfolg. Es ist vor allem die Erfahrung und das sich
Hineinfühlen können in den Patienten, das schließlich den Erfolg bringt.
Ich hatte das Glück, die Vorlesungen von Dr. Künzli in Zürich besuchen können. Was mir dabei besonders gut gefallen hat,
ist die Seriosität mit der die Homöopathie sehr realistisch vorgetragen wurde und das von einem Mann, der international
einen ausgezeichneten Ruf genoss.
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